Die Hochzeitstorte – was ist wichtig?

Die Hochzeitstorte

Über die Hochzeitstorte und ihre Bedeutung gibt es viele Geschichten und viel Aberglauben. Dass sie auf keiner Hochzeit fehlen sollte, ist sicher. Das Anschneiden der Torte ist eine der aeltesten Hochzeitstraditionen, die auf die „alten Römer“ zurueckgeht: Dort wurde in die Mitte der Tafel ein Kuchen gestellt, den das Brautpaar gemeinsam ass. Was uebrig blieb, wurde ueber dem Kopf der Braut in Stueckchen gebrochen, die die Gaeste aufsammelten und verspeisten (ein Fruchtbarkeitsritual).

Im Laufe der Jahrhunderte wurde aus diesem einfachen Mehlkuchen ein Konditor-Meisterstück: mehrstöckig aufgebaut, mit Sahne- und Cremefüllungen, mit Rosen, Tauben, Herzen oder einem Brautpaar verziert und meist mit weissem Marzipan (Weiss als Farbe der Jungfräulichkeit und Reinheit) ummantelt.

Der englische „Wedding Cake“ hat drei Stufen, ist sehr haltbar und erst nach dreimonatigem Lagern schmackhaft. Der Aufbau geht auf die „Heilige Zahl Drei“ zurück; die oberste Lage besteht aus Zucker, als Zeichen fuer die suesse Liebe – die zweite Lage aus Marzipan, ein Symbol fuer den Brautstand — die dritte Lage ist ein Plum Cake (Fruechtekuchen), als Symbol fuer den Ehestand, süss und nahrhaft und manchmal etwas schwer verdaulich.

Andere Traditionen

In vielen Gegenden Deutschlands wurden früher Hochzeits-Lebzelten (wie die heutigen Lebkuchen) im ganzen Dorf verteilt. Sie trugen das Familien- oder Stadtwappen und waren ein Symbol fuer Kindersegen.

Hat die Torte fünf Stufen, so symbolisieren sie einen ganzen Lebenszyklus mit Geburt, Jugend, Hochzeit, Geburt der Kinder und Tod. Füttern sich Braut und Bräutigam auf der Feier gegenseitig mit einem Stück Hochzeitstorte, so bleibt ihnen das süsse Eheglück erhalten. In England und Amerika ist es auch heute noch üblich, jedem Gast ein Stück der Hochzeitstorte mit nach Hause zu geben (an Gäste, die nicht kommen konnten, wird ein Tortenstück in einem Karton geschickt.)

Nach altem Aberglauben trifft denjenigen ein Unglück, der dem Brautpaar das Messer zum Anschneiden reicht. Deshalb liegt das Tortenmesser meist mit einer Schleife verziert neben der Torte schon bereit. Wer von den Brautleuten beim Anschneiden die Hand obenauf liegen hat, soll auch in der Ehe „die Oberhand“ behalten. Die Hochzeitstorte wird meist zum gemeinsamen Kaffeetrinken gereicht. Sie kann aber auch den Abschluss des Festes (anstelle einer Mitternachtssuppe) bilden.

Falls niemand aus Ihrer Familien oder dem Freundeskreis fuer die Hochzeitstorte sorgen möchte — suchen Sie sich einen guten Konditor und setzen Sie sich rechtzeitig mit ihm in Verbindung (siehe Zeitplaner). Besprechen Sie mit ihm, wie Ihre Torte aussehen (am besten mit Skizze), woraus Sie bestehen und wann sie wohin geliefert werden soll.

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